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Im Test: Vakuumiermaschine VC10 von CASO Germany

Autor:
Tobias Urban
|
Kategorie:
Produkttests
22/8/2017
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Im Test: Vakuumiermaschine VC10 von CASO Germany

Caso Germany bietet mit seinem Vakuumiergerät VC 10 ein kleines Kraftpaket als Einsteigermodell, welches den großen und wesentlich teureren Geräten nur um wenige Dinge nachsteht. In vielen Testberichten wird darüber geklagt, dass sich druckempfindliche Lebensmittel und Speisen nicht schonend vakuumieren lassen. Wir zeigen euch den Trick und was das Gerät sonst noch alles kann.

In einem schlichten Karton mit vielversprechenden Aussagen und Bewertungen, verbirgt sich das Vakuumiergerät VC 10 in einer schützenden Plastikhülle. Der Lieferumfang beinhaltet alles Equipment, welches für einen sofortigen Vakuumiervorgang benötigt wird. Zum einen natürlich die Vakuumiermaschine selbst mit fest integriertem Stromkabel, 10 herstellereigene Vakuumierfolien (mit spezieller Struktur), die Bedienungsanleitung und eine Ersatzdichtung. Der Hersteller sieht das Gerät für den Hausgebrauch vor. 

Die Vakuumiermaschine gibt es hier zu kaufen: Caso VC10

Im Deckel des Gerätes befindet sich der Schweißdraht. Als Gegenstück dient beim Verschließen eine abgerundete Silikonauflage. Unmittelbar dahinter ist das Fach für den eigentlichen Vakuumiervorgang. Ein kleiner Ansaugstutzen entzieht dem jeweiligen Beutelinhalt den Sauerstoff. Es gibt genau drei Bedienmöglichkeiten, die einem das Gerät bietet: Zum einen die Schweißfunktion, mit der sich verschiedene Plastikbeutel verschließen lassen. Dann gibt es eine Vakuumfunktion mit anschließendem Schweißvorgang, welches erst den Sauerstoff entzieht und mit der Schweißnaht Luftdicht verschließt. Die letzte und mitunter wichtigste Bedienfunktion ist der „Stop“-Knopf. Er dient zur schnellen Abschaltung der Vakuumpumpe, falls es ein Problem gibt. Darüber hinaus hat er noch eine weitere, extrem hilfreiche Eigenschaft beim Vakuumieren von Flüssigkeiten oder druckempfindlichen Produkten. Alle Funktionen erläutern wir gleich im Anwendungstest.

Mit einem Gesamtgewicht von 1,3 kg und einer Breite von 35,5 cm ist der Vakuumierer nicht nur sehr handlich, sondern auch gut in jedem Aufbewahrungsfach unterzubringen. Auf den ersten Blick wirkt das Gehäuse zeitgemäß und unauffällig. Da stört es auch nicht groß, dass hier ordentlich mit Plastik gearbeitet wurde. Wer das Gerät anständig behandelt, der sollte dadurch keine Einbußen haben. Das Stromkabel hat eine Länge von etwa 1,23 m und könnte in manchen Einsatzbereichen durchaus noch ein paar Zentimeter mehr vertragen. Nichts desto trotz lässt sich das Kabel hervorragend unter dem Gerät in einer kleinen Aussparung aufwickeln und platzsparend verstauen. Mit 110 Watt sollte der Vakuumierer mit allen gängigen Anforderungen gut klar kommen. 

Der Hersteller wirbt mit einer elektronischen Temperaturüberwachung und einer vollautomatischen Vakuumierung, sowie Versiegelung. Mit unserem Testergebnis können wir uns voll und ganz hinter diese Aussage stellen. Je nach Beutelinhalt entscheidet der Vakuumierer selbst, wann genügend Sauerstoff herausgezogen wurde und wann der Schweißvorgang zur Versiegelung beginnen soll. Bei dieser Preisklasse kann man keine individuelle Regelung über die Stärke des Vakuumiervorgangs oder der Schweißzeit erwarten. Mit etwas Geschick lässt sich jedoch auch mit diesen wenigen Programmen so einiges anstellen. Als Beispiel haben wir ungekochten Risottoreis und gemahlene Haselnüsse vakuumiert. Ein schnelles, platzsparendes Ergebnis und die Plastik-Beutel lassen sich, bei ordentlicher Handhabung, mehrmals aufschneiden, vakuumieren und auch in kleinere Beutel aufteilen bzw. zuschneiden und verschweißen. Zu beachten ist tatsächlich die Verwendung von herstellereigenen bzw. geeigneten Beuteln, da diese eine spezielle Struktur aufweisen, um der Vakuumpumpe einen reibungslosen Luftstrom aus den Plastik-Beuteln zu ermöglichen. Beutel ohne diese Struktur, welche am häufigsten im Gastronomie-Großhandel erhältlich sind, können leider nicht genutzt werden. Das Verschweißen ist kein Problem, doch die Luft kann einfach nicht abgepumpt werden. Überrascht waren wir allerdings beim Wiederverschließen einer gekauften Packung mit Tiefkühlgemüse. Zwar hat der Vakuumiervorgang in etwa 5-mal so lange gedauert, das Ergebnis war jedoch zufriedenstellend und der Beutel wurde ohne Probleme geschweißt. Unsere Befürchtung war tatsächlich auch, dass die Hitze beim Schweißen zu groß sei und den vorderen Teil des Beutels einfach abtrennen würde. 

Ein großes Anliegen von uns war die Vakuumierung von Flüssigkeiten, also Suppe, Saucen etc. und druckempfindlichen Produkten. Beim Hersteller lassen sich hierfür passende Behälter aus Hartplastik kaufen, welche per Schlauch an den Ansaugstutzen der Vakuumpumpe geschlossen und durch den entzogenen Sauerstoff haltbarer gemacht werden. Für uns sollte das Vakuumieren allerdings eher auch eine platzsparende Funktion haben. So setzen wir eigentlich ausschließlich auf die Beutel-Variante und haben hier testweise Tomatensoße eingefüllt. Wichtig ist generell, dass alle Speisen und Lebensmittel erst im kalten Zustand vakuumiert werden. Auf Dauer schadet der heiße Dampf sonst der Pumpe und führt zu Schäden, sowie schlechten Vakuumier-Ergebnissen. Unsere Tomatensoße wurde beim Start des Vakuumiervorgangs, schlagartig Richtung Ansaugstutzen gepumpt. Mit einem schnellen Druck auf den „Stop“-Knopf, wurde der Vorgang sofort gestoppt und der Beutel verschweißt. Das Gerät blieb sauber, der Beutel war etwa zu 90 % vom Sauerstoff befreit und im Gefrierfach hatten noch genügend andere Vorräte Platz. Entscheidend ist beim Vakuumieren von Flüssigkeiten einfach das eigene Geschick. Genau gleich verhält es sich übrigens auch mit druckempfindlichen Produkten, wie Gebäck oder ähnlichem.

Diese Vakuumier-Rollen sind separat bei CASO oder anderen Händlern erhältlich. Sie sind nicht im Lieferumfang enthalten.

Fazit

Die Preisspanne für den Vakuumierer VC 10 von Caso liegt zwischen 50 und 80 €. Ein wirklich guter Preis für den man einiges geboten bekommt. Die Nutzung der herstellereigenen Beutel gibt der Firma natürlich eine gewisse Kundenbindung. Wer ab und an auch bei den großen Discountern unterwegs ist, wird hier und da günstigere Alternativen im zweitweisen Angebot entdecken. Der Vakuumiervorgang ist nicht gerade leise, doch was möchte man denn bei einem Einsteigermodell erwarten. Es erfüllt hervorragend seinen vorgesehenen Zweck. Die Vakuumier-Ergebnisse sind sehr gut und mit ein paar kleinen Tricks der „Stop“-Funktion hat man hier eine solide Maschine erstanden.

Der Autor

Tobias Urban
Ich bin gelernter Koch und sammelte ebenso Erfahrungen in einer Confisserie & Pattiserie im Stuttgarter Raum. Ich bilde das digitale Herzstück von Fine Art Food Solutions und übernehme die Bereiche: Programmierung, Design, Film und Fotografie.

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